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TITUS ANDRONICUS
von William Shakespeare


Titus AndronicusAufführungen:
2., 3., 6., 7., 8. und 9. Dezember 2006
19:30 Uhr

WUK, großer Saal [link]


Das elisabethanische Zeitalter ist für seine Grausamkeit bekannt, öffentliche Hinrichtungen standen an der Tagesordnung und dienten zur Belustigung des englischen Volkes. Titus Andronicus reiht sich perfekt in das Denken dieser Zeit ein. Es war zu seiner Erscheinungszeit Ende des 16. Jahrhunderts ein großer Erfolg und etablierte Shakespeare als Autor. Allerdings setzte der Wandel der englischen Gesellschaft der Popularität des Stückes ein frühes Ende, das Titus zu einem selten gespielten Werk machte. Erst in den letzten Jahren erfreute sich das Stück wieder wachsender Beliebtheit.


Die Gründe sind vielfältig: Einerseits bietet das Stück ein ideales Schlachtfeld für bizarre Auswüchse tobsüchtiger Regisseure und Darsteller, andererseits konfrontiert es mit den Haltungen in der heutigen Gesellschaft zu politischen Imperien und den bestehenden Ressentiments.


Man muss Titus Andronicus nicht nur als klassische Rachetragödie sehen, vielmehr geht es darum, die äußersten Mittel zu finden, sein eigenes Leid zu lindern – was schlussendlich in euphorischem Nihilismus seinen Ausdruck findet.


Die Inszenierung erzählt vom leichtfertigen Wählen einer Seite, dem Fehlen von differenzierten Sichtweisen und einem unbedingten Zwang zur gemeinschaftlichen Identität, selbst wenn sie auf Kosten der persönlichen Werte geht.

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Titus Andronicus

Fotos von Sandra Keplinger

Narr Lena Wiesbauer — Titus Kostas Papageorgiou — Lavinia Sophie Zwölfer — Marcus Marius Hrdy — Saturnin Adnan Taha — Lucius Veit Messerschmidt — Tamora Charlotte Schütz-Peréz — Demetrius Georg Blume — Chiron Philipp Blume — Aaron Peter Mwangi — Bassianus Philipp Karajev — Amme Martina Kiseloski — Mutius Kai Krösche — Martius Kolja Burgschuld — Publius Korbinian Gleixner — Alarbus Piotr Szkvarek

Regie Sandra Keplinger — Produktion Miriam Kunodi, Jana Havlik — Betreuung Robert Koukal — Bühnenbild Matthias Krische — Bühnenbildassistenz Kristof Kepler — Kostüm Christiane Huber — Kostümassistenz Martina Kiseloski — Musikkomposition Martin Kröß, Georg Blume, Christian Url — Videoprojektionen Marcus Saravia, Markus Osanger — Licht Florian Geschl, Georg Kessler — Regieassistenz Antje Lomer — Grafik Oliver Brodt, Alina Dmitrieva — Schauspielbetreuung Martina Kiseloski — Ton Martin Kröß, Christian Url — Maske und Frisuren Brigitte Schima — Ausstellung Sandra Keplinger — Idee Sandra Keplinger