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FRÄULEIN ELSE
nach Arthur Schnitzler
für die Bühne bearbeitet von Andrea Imler


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Aufführungen: 23., 24., 25., 27., 28. April 2010
Pygmalion Theater (8., Alser Straße 43)


„Die Luft ist wie Champagner.“

Andrea Imler hat Arthur Schnitzlers zeitlos-aktuelle Monolognovelle Fräulein Else für die Bühne adaptiert.

Wir sehen die letzten Stunden einer jungen Frau, die allein gelassen ihren Gedanken ausgeliefert ist. Um den Schein einer gutbürgerlichen Existenz zu wahren, drängt die Mutter Fräulein Else während eines Ferienaufenthaltes den reichen Herrn von Dorsday um eine große Summe Geld zu bitten. Er willigt ein das Geld unter einer Bedingung zur Verfügung zu stellen: Er möchte Else nackt sehen.

„Die Dunkelheit starrt herein. Wie ein Gespenst starrt sie herein.“

Else weiß nicht, ob und wie sie Dorsdays Forderung nachkommen soll. Der innere Monolog gibt dem Zuschauer Einblick in ihre Gedankengänge. Naive Irrationalität, einsame Melancholie, Sehnsucht, Verzweiflung und Verlangen treffen auf einen klaren Blick, der das egozentrische Begehren der Männer ebenso durchschaut wie die Lebenslügen einer privilegierten Gesellschaft und die Brüchigkeit der familiären Idylle.

Die Welt des Fräulein Else existiert losgelöst von Zeit und Raum, sie zerfällt, löst sich auf. Auf der Suche nach Identität und Selbstbestimmung stößt sie an die Grenze des eigenen Bewusstseins. Sie zerbricht an einer Gesellschaft, die den Weg zu einem frei bestimmten Leben versperrt.

„Es ist schön ohne Bewusstsein zu sein.“


Fräulein Else Daniela Zacherl — Dorsday Kai Krösche — Paul Sebastian Schley — Cissy Sophie Prusa — Tante Miriam Torwesten

Inszenierung Andrea Imler — Dramaturgie Olga Buchhorn, Berit Paschen — Bühne Nina Salak — Kostüme Roshi Porkar — Musik Kai Krösche, Sebastian Schley — Maske Katrin Hupf, Cornelia Rom — Regieassistenz Florian Bögner — Bühnenassistenz Vero Tupy — Kostümassistenz Theresa Höller — Produktionsleitung Elisabeth Gamperl — Produktionsassistenz Joanna Przadka — Produktionsbetreuung/STUTHE Catharina Kleber